Corvin Noir
Sprache, Privatsphäre & Respekt

Wie stellt man eine LGBTQ+ Person vor, ohne Identität, Namen oder Pronomen offenzulegen?

Eine gute Vorstellung teilt nur, was die Person für dieses Publikum freigegeben hat.

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Linguagem e respeito
01

Vorstellen heißt nicht, fremde Geschichten zu erzählen

Name, Rolle oder Beziehung können Identität, Orientierung, Ausdruck, Community-Zugehörigkeit oder eine nicht freigegebene Beziehung offenlegen. Stelle den gemeinsamen Anlass vor, nicht die Biografie.

Trans, Travesti, nichtbinäre, Femboy-, schwule, lesbische und bi Erfahrungen sind verschieden, keine Synonyme. Aussehen verrät weder Identität, Pronomen, Orientierung noch Erlaubnis.

02

Jeden Kontext vorher privat abstimmen

Frage vor Treffen, Feier, Termin oder Anruf privat, wie die Person dort vorgestellt werden möchte. Kläre Name, Pronomen, Rolle, Beziehung und was privat bleibt. Zustimmung im Freundeskreis gilt nicht automatisch für Familie, Arbeit oder soziale Medien.

Frage nur Notwendiges, akzeptiere „Das möchte ich nicht sagen“ und ermögliche Änderungen. Ohne Antwort nutze den bereits genannten Namen und neutrale Sachinformationen.

03

Die Vorstellung kurz und nützlich halten

„Das ist Alex aus dem Designprojekt“ reicht oft. Den Namen zu wiederholen oder den Satz umzubauen vermeidet Pronomen, ohne Geschlecht anzukündigen. Neutrale Sprache schützt Privatsphäre und errät keine Identität.

Nenne weder früheren Namen, amtlichen Eintrag, Diagnose, Transition, Orientierung noch eure Vorgeschichte. Auch wahre Informationen können ohne Zustimmung outen.

04

Einladungen und digitale Markierungen schützen

Prüfe Anzeigenamen, E-Mail, Teilnehmendenliste, Kalendertitel und Aufzeichnung. Frage vor Tags, Fotos, Standortangaben oder dem Verknüpfen getrennter Konten.

Wenn eine Plattform amtliche Namen verlangt oder alte Daten zeigt, warne vorher und biete einen sicheren Weg. Kopiere sensible Daten nicht nur für eine bequemere Vorstellung.

05

Wenn vorheriges Fragen nicht möglich ist

Bei einer unerwarteten Begegnung nutze nur, was dort bereits öffentlich ist: verwendeter Name und praktischer Anlass. „Kennt ihr euch schon?“ lässt jede Person selbst entscheiden.

In Notfällen oder Verwaltung teile nur die notwendige Information mit zuständigen Personen und erkläre danach, was du warum gesagt hast. Neugier wird nicht zur Notwendigkeit.

06

Fehler beheben, ohne sie zu vergrößern

Korrigiere falschen Namen oder Pronomen kurz und fahre fort. Lange Entschuldigungen ziehen Aufmerksamkeit auf sich, verlangen Trost und können Privates offenlegen.

Steht der Fehler in Einladung, Liste, Aufnahme oder Beitrag, frage nach der gewünschten Korrektur. Bearbeite oder entferne ihn, begrenze Kopien und nenne keinen Grund.

07

Ein Verfahren ohne Vermutungen schaffen

Veranstaltende können ein privates, freiwilliges Feld für die Vorstellung anbieten, getrennt von amtlichen Daten und nur für das Empfangsteam sichtbar. Erkläre Zugriff, Speicherdauer und Korrektur oder Löschung.

Ein gutes Verfahren gilt für alle: kurze Vorstellung, freiwillige Pronomen, keine automatische Offenlegung und Zustimmung vor Fotos, Listen oder Aufnahmen.

  • Privat und kontextbezogen fragen.
  • Nur freigegebenen Namen, Rolle und Beziehung nutzen.
  • Identität, Orientierung oder Pronomen nie ableiten.
  • Einladungen, Tags, Fotos und Aufnahmen prüfen.
  • Kurz korrigieren und Spuren begrenzen.
  • Änderung oder Widerruf einfach machen.
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Quellen zum Weiterlesen

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